Katzen adoptieren – aus dem Tierschutz ein Zuhause schenken

Deutsche Tierheime sind chronisch katzenvoll. Jeden Frühling kommen Würfe verwilderter Katzen herein, dazu abgegebene Tiere, Fundkatzen, Nachlässe verstorbener Halterinnen. Eine Katze aus dem Tierheim ist nicht weniger zutraulich oder gesund als eine vom Züchter – im Gegenteil: die meisten kommen kastriert, geimpft, auf FIV und FeLV getestet und mit einem klaren Charakterprofil zu dir. Du musst keine Wundertüte aufmachen, sondern wählst eine Katze, deren Wesen die Tierheim-Mitarbeitenden seit Wochen oder Monaten kennen.

Auf petando findest du Katzen aus deutschen Tierheimen, von Pflegestellen und seriösen Tierschutzorganisationen – mit direktem Kontakt zur Vermittlungsstelle.

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Welche Katze passt zu mir?

Katzen sind in ihrer Persönlichkeit so unterschiedlich wie Menschen. Im Tierheim-Profil findest du in der Regel klare Hinweise: Schmusekater oder eigenständig, mit anderen Katzen verträglich, kinderfreundlich, ehemaliger Freigänger. Diese Vorab-Information ist der größte Vorteil gegenüber einem Kitten vom Bauernhof.

Bevor du anfragst, kläre für dich: Wie viel Zeit hast du an Werktagen wirklich? Verträgst du Tierhaare und Speichelproteine (häufigste Katzenallergie)? Wie alt sind Kinder im Haushalt? Gibt es schon andere Tiere?

Wohnungskatze oder Freigänger?

Wohnungshaltung ist artgerecht möglich, braucht aber Aufwand: Kletter- und Kratzmöglichkeiten, Sicht nach draußen, Beschäftigung, idealerweise eine zweite Katze. Eine reine Wohnungskatze lebt im Schnitt länger und sicherer.

Freigang setzt eine geeignete Umgebung voraus: ruhige Wohngegend, kein Hauptverkehr, gesicherter Garten oder Katzennetz auf dem Balkon. Viele Tierheime geben ehemalige Freigänger nicht in reine Wohnungshaltung ab – und umgekehrt.

Eine Katze oder zwei?

Katzen gelten als Einzelgänger, sind es aber nur teilweise. Jungkatzen brauchen fast immer einen Artgenossen, sonst entwickeln sich Verhaltensauffälligkeiten. Erwachsene Katzen mit klar dokumentierter Einzelgänger-Vergangenheit können auch allein gehalten werden – aber die Tierheim-Mitarbeitenden beraten dich dazu ehrlich. Wenn du beruflich viel weg bist, ist ein Katzen-Duo fast immer die bessere Wahl.

Wie läuft die Vermittlung ab?

Über petando kontaktierst du das Tierheim oder die Pflegestelle direkt. Üblicher Ablauf: Selbstauskunft, Kennenlernen vor Ort, manchmal Vorkontrolle, Schutzvertrag. Die Schutzgebühr liegt typischerweise zwischen 50 und 200 € pro Katze und deckt Impfungen, Chip und Kastration ab.

Die Eingewöhnung dauert. Rechne mit zwei bis sechs Wochen, bis die Katze wirklich „ankommt" – manche verstecken sich tagelang, das ist normal. Geduld zahlt sich aus.

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